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1 Monat und 12 Tage...

... so lange bin ich nun schon hier. Mein letzter Eintrag liegt nun schon eine ganze Weile zurück, aber ich habe mir vorgenommen, wieder aktiver zu werden

Vielleicht sollte ich als Erstes einen kurzen Abriss meiner letzten 4 Wochen geben:

Ich war inzwischen zwei Mal zu Hause - Ostern und dann um mein frisch repariertes Auto wieder mitzunehmen - Dank an dieser Stelle an meine Privatwerkstatt und den heldenhaften Einsatz meiner Mechaniker 

Das nach Hause und wieder zurück fahren war ne komische Sache, denn irgendwie ist ja alles andersrum als vorher. Aber ich  habe die Ruhe, Entspanntheit und Nicht-Planerei genossen. Hier in der Schweiz ist ja immer etwas los und andere planen für dich mit. Naja und irgendwie wird man dann mitgezogen. Ich denke, dass das besser (für mich und mein Empfinden) wird, wenn wir eine eigene Wohnung haben und uns mehr auf "unser Ding" konzentrieren können. Und vor allem, wenn man "seins" nennen kann - Mein Bad, mein Kühlschrank, mein Sofa, mein Leben

Ich glaube, das ist auch ein grosser Punkt, um "anzukommen". Noch bin ich Gast, auch wenn ich wie eine Tochter aufgenommen wurde und man sehr für mich da ist. Es fehlt einfach der entscheidende Punkt.

Meine sportlichen Aktivitäten haben übrigens wieder nachgelassen, was aber zu erwarten war^^ Aber der Sommer ist noch lang nicht vorbei und es wird noch genug Gelegenheiten geben etwas zu tun!

Des Weiteren steht ein historischer Moment bevor: Mein erster Sonntag, der nur mir und meinem Lieblingsschweizer gehört! Wir haben natürlcih auch einen Großteil der anderen Sonntage zusammen verbracht, aber da war immer der "Hofstamm" dabei  ...Was ebenso unheimlich schön war! Ich geniesse die Zeit ungemein, aber ich denke, dass wir gerade für das noch nicht abgschlossene Aneinandergewöhnen und Ankommen solche Tage brauchen. (Den habe ich übrigens vor anderthalb Wochen angemeldet und vehement verteidigt! ... Ebenso wie unser gemeinsames Essen gestern Abend - 1 Jahr und 8 Monate - die Zeit rennt - nix Besonderes, aber wir hatten lange Zeit nicht die Gelegenheiten solche "Jubiläen" zu begehen - ich kann nur das restaurant Yien Yien in Radolfzell empfehlen - gutes Essen, Blick auf den Bodensee und guter Service - mann, ist das ne lange Klammer geworden^^)

Soviel nun erst mal dazu. In den folgenden Blogs erzähle ich dann über die Wohnungssuche und die erste Besichtigung und über alles, was mir sonst so zu meinen letzen Wochen hier einfällt.

Schönes Zitat vom Grossmeister William Shakespeare:

"Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht!" 

 

13.5.11 09:06


Schweizer Zuvorkommenheit :)

Schon wieder sind die Tage einfach so vorbei gerannt und mir sind so viele Dinge eingefallen, die ich noch berichten möchte J Zum einen das Wichtigste überhaupt… wie ich das nur vergessen konnte! Seit Anfang Mai besitze ich meinen Ausländerausweis B. Mit dem darf ich nun bis zum 31.03.2016 hier leben und „schaffen“, wie die Schweizer zu „arbeiten“ sagen. Damit bin ich nun eine legale Einwanderin und habe einen Migrationshintergrund. Na wenn das mal nicht was ist

Die Schweizer sind ja nun ein sehr höfliches Völkchen. Und sie erleichtern einem das Leben wo sie nur können. Zum Beispiel wenn man einen Strafzettel für überzogene Parkzeit bekommt: In Deutschland bekommt man ein liebloses Zettelchen mit einem Hinweis auf ein folgendes Anschreiben, dass man bei Regen in Streifen von der Scheibe ziehen darf. Hier gibt es ein kleines Plastiktütchen, in dem sich sauber und ordentlich ein Zettel mit dem Vergehen, Kennzeichen,  Uhrzeit, diversen Nummern und Daten, ein Überweisungsschein für Schweizer Franken und einer für Euro auf ein deutsches Bankkonto befinden. Und alles schon ausgefüllt. Sehr zuvorkommend  Übrigens, lieber Papa, ich habe den deutschen Überweisungsschein bereits genutzt

Auch die Bankomaten sind wirklich nett. Heute Morgen wollte ich 200 CHF abheben und da fragt der nette Automat mich doch, ob ich große oder gemischte Scheine möchte. Was für ein Service

Wie ihr seht, ich werde hier gut behandelt Und der gemeinsame Sonntag war sehr schön. Überhaupt läuft es in den letzten Tagen sehr sehr gut mit allem. Zwischen Felix und mir findet sich alles immer mehr zusammen und ich denke, dass wir das gut hinbekommen werden.

Wilhelm Busch sagte: Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später.

Und ich sage: Besser spät als nie^^

19.5.11 09:20


Zürich – schön und teuer

Manchmal denke ich, dass ich mich an die hohen Preise in der Schweiz gewöhnt habe. Aber als wir gestern Abend in Zürich waren… naja… ich fang mal anders an:

Mein Liebster und ich haben gestern Abend einen seiner guten alten Freunde (oder auch Kollegen – wie man hier zu Freunden sagt… was wie ich finde manchmal verwirrend ist, wenn man nicht weiß, ob man nun von „Kollegen“ oder „Arbeitskollegen“ spricht ) getroffen. In Zürich. Erster Tipp für Touristen mit dem Auto: Versucht nie – nie – mit dem Auto während des Berufsverkehrs nach Zürich rein zu fahren – egal aus welcher Richtung, die Autobahn ist voll! Wir sind dank der Insiderkenntnisse meines Lieblingsschweizers einen kleinen Umweg gefahren und sind recht gut bis rein gekommen.

Erster Schock: 4,50 CHF für eine Stunde parken (macht ca. 3,40 € ).

Zweiter Schock: 2 CHF für die Toilette im Bahnhof (sehr gepflegt, also von daher gerade noch akzeptabel – 1,50 € ).

Dritter Schock: Für drei Essen, 3 Getränke und 2 Salate haben wir ca. 120 CHF hingelegt – was glaube ich verhältnismäßig noch ok ist (ca. 90 € )…

Ok, wir sind in Zürich. Hier verdienen alle weitaus mehr und wir befinden uns immer noch in der Schweiz

Zur Verteidigung der Stadt muss ich allerdings sagen, dass sie wunderschön ist und jeden Rappen (quasi die schweizer Cent) wert ist. Wunderschöne Gebäude, der See, die Straßen, so viele verschiedene Leute und ein einmaliges Flair. Alle Sprachen von Deutsch (sowohl Hoch- als auch Schweizer- ), Englisch, Japanisch/Chinesisch, Spanisch und Französisch sowieso…

Und ich bin eine der teuersten Einkaufsmeilen Europas entlang geschlendert – die Züricher Bahnhofstrasse. Von Louis Vuitton über Bulgari, Armani, Chanel bis zur Rolex… alles… und schreckliche Leopardenleggings für satte 69 CHF (ca. 50 € )… tja, wer’s braucht

Nein, ich glaube da kommen wieder die sparsamen Ost-Gene durch. Und heute ein Zitat von Sokrates dazu:

„Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf.“

In diesem Sinne: Selbst wenn man Leopardenleggings bräuchte, gäb‘s die auch für 5 € im H&M. Und selbst dann bleiben sie hässlich

20.5.11 10:47





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