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Die Zeit vergeht...

Vor zwei Wochen bin ich in der Schweiz angekommen. Mein letzter Eintrag liegt schon ein paar Tage zurück. Ich hoffe, ihr schlussfolgert daraus nicht, dass ich faul bin, sondern so viel los ist, dass ich nicht dazu komme – denn das ist auch der Grund

Das Wetter in der letzten Woche war wunderbar, so dass der Rhein sehr attraktiv war, um nach der Arbeit zu entspannen. Meine erste Woche war sehr stressig – es gab viel Neues und es war so viel liegen geblieben.  Aber es wird langsam. Nur diese Amerikaner.... Für die, die es nicht wissen: Mein Unternehmen ist sehr international und die Mutter hat ihren Sitz in good old America. Naja, andere Länder, andere Sitten ...und Arbeits- und Denkweisen. Jedenfalls wird es nicht langweilig. Auch die erste Firmenfeier gab es schon – sehr amüsant, im schicken Restaurant mit kleinen, aber umwerfend leckeren Portiönchen und gutem Wein in guter Gesellschaft. Ihr seht – mir geht es gut. (Auch die kleine Dachterrasse zum Mittagessen ist nicht zu verachten... )

Ja, ich erweitere sogar meinen sportlichen Horizont! Wer hätte das gedacht... Am Sonntag waren wir bei schönstem Wetter eine Fahrradtour machen – für alle die bei Google nachschauen wollen: Schlattingen – Etzwilen – Stein am Rhein – Hüttwiler See (was einem gefühlten Höhenunterschied von 3.000 m hat – ein Hügel am anderen... furchtbar...) – Nussbaumen – Stammheim – Schlattingen. Macht ca. 30 km. Und alle, die mich gut kennen, wissen, dass das 30 mal mehr Fahrradkilometer sind als ich in den letzten 4 Jahren auch nur ansatzweise zurückgelegt habe. Es war schön, die Landschaft einmalig, hinter grünen Hügel waren am Horizont die beeindruckenden, schneebedeckten Alpen zu sehen und der Himmel war strahlend blau. Ich hab nicht gejammert – auch beim gemeinschaftlich unsportlichen Fahrrad-den-Berg-hoch-schieben mit meiner Lieblings-Zugereisten. Felix hat sich gefreut. Und ich mich auch

Fazit des Wochenendes:

Vielleicht werde ich ja doch noch eine Sportskanone

12.4.11 12:18


Asche auf mein Haupt...

Meine lieben Lieben, nun habe ich schon den zweiten Arbeitstag hinter mit und habe immer noch nicht geblogt. Ich hoffe, ihr verzeiht mir die Informationsverspätung... Ich habe gute Gründe ;-) Viele neue Eindrücke, Bomben-Wetter und liebe Willkommensbesuche von lieben Schweizer Einwohnern :-) ... übrigens sitze ich nun an dem PC meines Lieblingsschweizers, der auch das vorletzte Mal für die Nicht-Formatierung des Textes verantwortlich war. Daher gibt es auch heute nur Fliesstext ;-) Mein erster Tag war sehr gut, aber anstrengend. Datenschutzschulung, Führung durch das European Distribution Center - neudeutsch für Lager, Unmengen Neues, nette und furchtbar sympathische Kollegen, ein nicht funktionierendes Telefon und Login-Schwierigkeiten am PC, erste Systeme, aber keine Zugänge und und und. Ganz schön viel für so ein kleines Köpfchen. Heute war ähnlich viel Input, aber ich war auch schon produktiv und habe den ersten Schritt dafür getan, dass am Ende der Woche ein paar Leute etwas mehr Geld auf dem Konto haben ;-) Soweit geht es mir also gut, auch wenn ich besonders beim Bezahlen merke, dass ich in der teuren Schweiz bin - umgerechnet 14 € für eine Pizza - da setzt der Hunger doch mal kurz aus ;-) Ansonsten muss ich langsam aufpassen was das Essen angeht - schon 1 kg zugenommen - Furchtbar, warum kocht Felix' Mutter auch nur so lecker ;-) Aber das Wetter ist grandios und die Schweiz bietet das perfekte Ambiente für Outdoor-Aktivitäten, um all das leckere Essen wieder sinnvoll umzusetzen. Naja, als wir Sonntag 3 Stunden am Rhein lagen, war das zwar nicht sonderlich förderlich, aber doch wahnsinnig entspannend. Es hat auf jeden Fall dazu beigetragen, mich um Einiges wohler zu fühlen :-) In diesem Sinne: Lass die Sonne in dein Herz :-)
4.4.11 21:28


Tag 2.

Die erste Post im neuen Heim...

Felix' Mutter hatte heute im Briefkasten einen Brief an mich gefunden. Wie aufregend! Unter mentaler Vorbereitung auf einen emotionalen Ausbruch öffnete ich den Umschlag (die Schrift ähnelte stark der meiner besten Freundin...) und zog eine Karte hervor (schön, aber zu "spiessig" für meine liebe Freudin...) und der Absender war... Achtung - Trommelwirbel... meine Personalvermittlerin, die den Kontakt zu meiner neuen Firma hergestellt hat. Eine liebe Geste, über die ich doch sehr überrascht war... heisst: ich freue mich auf Post aus Deutschland... gern im bunten Umschlag

Ansonsten war der Tag verregnet - was für ein Empfang in der sonst so sonnigen Schweiz. Ich habe auch schon die ersten Schweizer Franken ausgegeben (für Schuhe, was auch sonst, hab ja nicht genug mitgebracht^^). Und morgen geht es dann los... Neuer Job, neuer Arbeitsplatz, neue Kollegen. Und die Fragen und Sorgen und Nöte und  Aufregungen vor jeder neuen Herausforderung: Reicht das, was ich kann? Sind die Aufgaben vielleicht zu schwer/zu viel/zu leicht/zu unverständlich/zu doof oder einfach langweilig? Was ziehe ich an (das ist inzwischen geklärt)? Vielleicht sind meine Kollegen nett/doof/anstrengend/nervig/langweilig/spiessig/überheblich/freundlich/(bitte hier frei gewähltes Adjektiv einfügen) ....

Naja, aber so habe ich mich auch vor genau einem Jahr gefühlt, bevor ich in der sächs. Landeshauptstadt angefangen habe. Und was ist nun? An meinem letzten Arbeitstag bei Kuchen und Sekt sagt doch mein Chef sehr wehleidig, dass ich eine grosse, schwer zu füllende Lücke hinterlassen werde.

Man kann überall reinwachsen. Und alle neuen Dinge sind aufregend und spannend. Das macht sie ja aber auch so schön - wenn man dann im Rückblick sieht, wie sie einen weitergebracht, geformt und gestärkt haben.

Morgen wird's ernst - auf zu neuen Erfahrungen...

31.3.11 18:32


Menno...

...jetzt wurden noch nicht einmal Zeilenumbrüche übernommen... Daran muss ich unbedingt arbeiten...
30.3.11 11:27


Die Schweiz lässt grüssen!

Mein erster Eintrag aus der Schweiz! Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll... Vielleicht damit, dass es auf meiner schweizer Tastatur kein "sz" gibt. Oder dass ich plötzlich meinen Blogeintrag nicht mehr gestalten kann mit Farbe und Fett und so... Oder mit dem absolut unpersönlichen Beratungsgespräch bei meiner Kontoeröffnung... Vielleicht mit meinem gestrigen Tag!? Das wäre wohl das Beste... Schon das Aufstehen war echt merkwürdig. So gefasst ich bei den Meldez auch war, an diesem Tag ging gar nichts... Einpacken, feststellen, dass es viel zu viel ist, ausräumen, zum hundertsten Mal sortieren und wieder einpacken und feststellen, dass die Haufen immer grösser werden, egal was ich auch tat, sauber machen, wegwerfen, Auto beladen... Es war grauenhaft. Und einfach zu viel... Ich ziehe nun das erste Mal aus und dann gleich so weit... Schuldgefühle und Trennungsschmerz, Angst, Aufregung, Vorfreude, Nervosität ... Alles was ihr euch vorstellen könnt... Nach den ersten hundert Kilometern wurde es besser und ich war etwas gefasster. Das Ankommen war ebenfalls sehr merkwürdig. Ich hatte erwartet, dass ich vor Euphorie fast platze, aber ich denke, folgender Dialog zwischen Felix und mir beschreibt die Situation für uns beide recht gut: Ich: Hast du Angst? Felix: Und wie. Ich: Gut, ich auch. Felix: Wird schon. Ich: Wird schon. (Mit Sekt anstossen :-)) Und nach einer eher durchwachsenen ersten Nacht habe ich nun langsam das Gefühl, dass sich alles ordnet. Alles wird gut :-) Zu dem eben schon benannten Kontoeröffnung: Ich habe gerade mein erstes Konto in der Schweiz eröffnet... Nachdem ich vom Schalter in einen Nebenraum gebeten wurde - von dem ich dachte es wäre das gemütliche, vertrauenserweckende Beratungszimmer wie ich es von meiner Sparkasse aus der Heimat kenne - stand ich vor einer weiteren Glasscheibe, nur eben im Nachbarraum... Ziemlich unpersönlich wurden meine Daten aufgenommen und abgetippt (wobei die nette Dame beim "aufnehmen" an die Glasscheibe kam und zum "abtippen" an ihren 1,5 m entfernten Computer ging...). Dieses Hin und Her und Zettelchen zum Unterschrieben unter der Scheibe durch- und wieder zurückreichen ging gute 40 Minuten. Aber jetzt hab ichs. Naja, ich mach dann doch lieber OnlineBanking. Andere Länder, andere Sitten. Das wird noch öfter vorkommen. Aber durch die eineinhalb Jahre Schweizerfahrung, die ich inzwischen schon sammeln konnte. denke ich, greift mal wieder: Alles wird gut!
30.3.11 11:21


Es geht los...

Es ist jetzt 09:10 Uhr...

In ein paar wenigen Stunden werde ich in mein Auto steigen (das ich zuvor mit soviel Klamotten wie möglich vollgestopft habe) und mich auf meine 710 km lange Reise machen... Nicht das erste Mal, das stimmt. Aber doch das erste Mal, dass ich nicht innerhalb der nächsten 4 Tage wieder zurück fahren muss... Ein wirklich sehr merkwürdiges Gefühl.

Die Freude auf neue Abenteuer wird getrübt vom Abschied der letzten Tage, bei denen alles dabei war von der Geburtstagsfeier meiner Oma und damit dem Abschied von meiner Familie (nicht endgültig, aber doch wohl für lange Zeit), einem letzten Besuch bei Klein-Leo - dem Baby meiner lieben und langjährigen Freundin - sowie einem letzten Treffen meiner Medelz... Sehr lustig... Ich sage nur: Sukzessive... Immer diese Insider ... und doch bedrückt... Symbolisch habe ich einen riiiiesen Stapel Briefpapier und bunte Briefumschläge bekommen. Jeder der mich kennt, weiß, dass ich diese Briefumschläge lieben werde, einfach nur, weil sie bunt sind :D Also, wenn jemand demnächst einen quietschgelben Umschlag im Briefkasten findet, dann ist er wohl aus der Schweiz!

Ich habe noch das ein oder andere Präsent bekommen, damit ich in der Ferne die Heimat nicht vergesse. Mein Handgelenk ziert nun schon seit geraumer Zeit ein kleines Armband mit einem Herz. Seit gestern hängen für das Glück im neuen Lebensabschnitt und die Sonne im Leben nun auch ein kleiner Marienkäfer, ein Kleeblatt und eine Sonnenblume daran.

Es ist soweit... Ich packe und trinke noch einen letzten Kaffee mit dem Engel des letzten Jahres (von ihr ist das Kleeblatt), die sagte:

Alles was ich mit dem Auto erreiche, ist nicht wirklich weit weg!

Es ist jetzt 09:24 Uhr...

29.3.11 09:25


Letzter Arbeitstag...

Dieses Bewusstsein festigt sich mit jedem Tag mehr:

Nächste Woche um diese Zeit sitze ich 700 km entfernt in einem neuen Büro, mit neuen Kollegen, neuen Aufgaben und Prozessen, neuen Sytsemen, neuer Aussicht aus dem Fenster und überhaupt ner ganzen Menge anderer neuer Sachen.

Und die alten? Nach einer kleinen Verabschiedungsrunde am gestrigen Tag war ich doch sehr ergriffen von so viel Glückwünschen und "Es ist schade, dass du gehst"-Bekundungen. Da musste ich dann doch das ein oder andere Tränchen zurückdrücken... Dabei will ich noch gar nicht an das letzte Treffen mit meinen Medelz denken... So furchtbar emotional das auch werden wird: Ich freue mich auf hysterisch-verschluchzte Umarmungen und öffentliche Sentimentalitäsausbrüche! Das wird toll am Montag!

Das Leben ist nun mal ein einziger Wandel und man muss voraus blicken. Für mich heißt es nun also am Montag nochmal auf der alten Arbeit vorbeischauen - Kuchen und Sekt verteilen - und mich dann am Dienstag in neue Gefilde begeben.

Mein Zitat des Tages daher von Vincent van Gogh (der, ohne Ohr):

Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.

25.3.11 14:33


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