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Ein weiterer Schritt in die „Selbständigkeit“…

… oder: Soziale Kontakte in der Schweiz 

Am Freitagabend habe ich es getan… also eigentlich hab ich‘s schon vor ein paar Wochen getan und am Freitag dann das Ergebnis begutachtet… Ok, anders…

Durch meinen Lieblingsschweizer kenne ich nun schon den/die ein oder andere/n. Vorzugsweise Schweizer Staatsbürger (einige sogar mit deutschem Hintergrund… unser Überfall auf das kleine Land hat also schon vor einigen Generationen begonnen und wird derzeit perfektioniert…  . Alle auch ganz nett und ich fühle mich wohl. Aber ETWAS fehlt. Mal wieder: das Eigene!

Und damit hieß es vor wenigen Wochen: Selbst ist die Frau. Auf einer bekannten sozialen Plattform *räusper*räusper*…vz*räusper* sortierte ich mich in eine Gruppe ein, in der Deutsche in der Schweiz von ihren Erlebnissen berichten. Kommunikativ und mitteilungsbedürftig wie ich bin, postete ich einen Aufruf nach jungen Gleichgesinnten für all die schönen Dinge des Lebens: Kino, Shopping, Cocktails, Tanzen, Reden, Wolken anschauen, Essen … (Liste beliebig erweiterbar).

Und wer hätte das gedacht: Es flogen nur so Antworten in meinem Postfach ein. Und es gab das ein oder andere sympathische Persönchen darunter und an bereits besagtem Freitag haben der Tiggi und ich uns in Richtung Zürich aufgemacht um die erste Gute zu begutachten. Nach vorherigem schriftlichen Austausch war der Eindruck bereits positiv. ..und wurde besser Wetterbedingt folgte leider keine Erkundung der Stadt, aber neben „Kokowäh“ und Pasta mit Lachs gab es ne Menge Gespräche und liebevolle Erinnerungen an die Heimat. Sie ist nämlich aus dem Leipziger Raum und hat ein wenig mehr Dialekt als ich, aber sehr liebenswert. Das nächste Mal wird wohl geshoppt… Man darf gespannt sein.

Nun fragt man sich: Auch ein Ossi-Mädel? Jap. Zufall. Aber die Schweizer sind in ihrer Mentalität eher distanziert. Freundlich, aber zurückhaltend. Kein Schweizer lädt dich zum ersten Live-Treffen in seine Wohnung zum gemeinschaftlichen Kochen ein und bietet dir an, auch noch dort zu schlafen – das ist dann wohl schon sehr Ostdeutsch Es ist schwer ohne Schweizer Kontakte in (rein) Schweizer Kreise zu kommen. Aber ich bin ja noch nicht so lange da und habe alle Zeit der Welt um die Schweizer Mentalität zu erforschen

Aber keine Angst: Ich suche keine neuen Freunde, die die alten ersetzen sollen. DAS ist nämlich ganz und gar unmöglich

Und PS: Nur noch 32 Tage bis zum Umzug! Sofa ist bestellt, also haben wir auf jeden Fall schon was zum Sitzen

29.8.11 15:24


Mein erster…

1. August. Nationalfeiertag der Schweiz. Und dann gleich der 720. Geburtstag. So alt ist nämlich das kleine Land am Bodensee geworden. Letztes Jahr konnte ich an diesem Tag leider nicht hier vor Ort sein, aber dafür dieses Jahr!


Die letzten Tage hat man sich schnell an die alljährlichen Silvestervortage erinnert, wo überall Feuer- und Knallwerk angeboten wird. Aber die Schweizer zelebrieren IHREN Feiertag gern mit buntem Licht und viel Gedöns. Und nicht zu vergessen, die Schweizer Flagge und Luftschlangen mit Schweizer Wappen… Und Pappteller und -tassen… und T-Shirts… und Babysöckchen… und Eierbecher… Wimpel, Grilanden, Fähnchen am Haus, am Auto, am Bus (wirklich!)… Sehr süß emotion


Traditionell begeht so ziemlich jede Stadt diesen Anlass mit den entsprechenden Festivitäten. Wir haben uns für Stein am Rhein entschieden, weil umsonst und schön emotion Aber nicht etwa in Mitten der Menschenmassen, die sich durch die bezaubernden Gässchen drücken (von denen man dann leider nicht besonders viel sieht) um dann zwischen den Häuserdächern, den ein oder anderen schlechten Blick aufs Feuerwerk zu erhaschen. Dank der Insiderkenntnisse meines Liebsten saßen wir auf einem kleinen Hügelchen oberhalb der Stadt auf einer Decke mit Sekt und Jacke und haben uns das Schauspiel dort zu Gemüte geführt. Wunderschön und 20 Minuten lang.


Das war ein schöner erster 1. August.

2.8.11 09:58


2 ½ Stunden…

… am Telefon….

Männer würden jetzt sagen: Das können nur zwei Frauen gewesen sein! …Ähm… ja! Aber warum auch nicht!?! 2 ½ Stunden voller Spaß, ernster Gespräche, Witze, Ironie, beinahe philosophischer Debatten über alles und jeden. Gemeinsamkeiten entdecken am Leben und Sein der anderen, auch nach so vielen Jahren. Wissen, dass man mit manchen Dingen einfach nicht allein ist. Anders sein um jeden Preis?! Warum nicht in manchen Dingen gleich sein?! Die Welt ist mehr als Schwarz und Weiß. Hauptsache man vergisst nicht, wer man ist, was einem wichtig ist, wo man hin will und an was man glaubt. DAS ist individuell genug. Denn das ist wohl schon mehr, als die meisten von sich behaupten können…

Danke, mein Herz, dass du bist, wie du bist!

Einen schönen Tag an alle

28.7.11 09:16


2 Monate und 6 Tage…

…ist mein letzter Eintrag her. Wie ihr seht bin ich schwerst beschäftigt mit meiner Eingewöhnung in mein neues Leben. Zudem kommen viele viele Ereignisse dazu. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll…


Mein Ausflug mit meinem Lieblingsschweizer und lieben Freunden an den Seealpsee… unendlicher Aufstieg, Schwitzen, Hecheln, fast Verdursten, Schmerzen…  aber dann! Ein See, zwischen bergigen Gipfeln, freilaufenden Ziegen und Kühen, die dank riesiger Glocken echtes Heidi-Feeling vermitteln, Bergkäse auf der Alm, frische Milch, klares Wasser – und das alles nur wenige Kilometer vor der Haustür! Ich liebe die Schweiz! Zauberhaft!


Was haben wir denn noch?! Gummibootfahren auf dem Rhein – wunderbar entspannt, wenn man den großen Booten früh genug ausweicht, aber zur Not hupen die so laut, dass man früh genug aufmerksam wird.


Erster Urlaub mit dem Schatz in… haha..  die Heimat ruft … Deutschland! Um genau zu sein Berlin. Schöne Stadt, vielfältig und teuer (aber immerhin billiger als Zürich, immerhin seh ich das ganze ja jetzt aus Schweizer Sicht). Tolle Abende/Nächte/Tage/Stunden. Unheimlich viel leckeres Essen (die Currywurst hab ich irgendwie verpasst… hmm… müssen wir wohl nochmal hin). Meine Lieblings-Neu-Berlinerin und ihre zauberhaften Freundinnen. Der Zoo (mit Tierbabys… uuuh!). Und die Schweizer Botschaft direkt neben Angies Büro! Tolle Tage mit einem tollen Menschen!


Auf Arbeit läuft es gut. Erste eigene Unternehmungen standen an (Harry Potter 7.2 – zur Premiere um 00:01 Uhr mit der Arbeitskollegin – das sind echte Fans!  …. Besuche in der Heimat (ich glaube 2 seit meinem letzten Eintrag). Immer wieder schön, aber dennoch schwer, alle unter einen Hut zu bekommen. Da muss ich einfach noch ein bisschen üben.

Das wohl wichtigste Highlight ist allerdings die Zusage zur Wohnung! Einzugstermin ist der 01.10.2011! Ich kann es kaum erwarten, unser eigenes Reich zu beziehen, Töpfe und Pfannen zu kaufen, Wände anzumalen, Bilder aufzuhängen, über die Farbe der Gardinen zu streiten und die erste Nacht in den eigene 4 Wänden zu verbringen! Mal sehen, wie wir uns dabei so anstellen. Man darf gespannt sein…


In wenigen Tagen steht mein erstes nationales Ereignis in der Schweiz bevor: der 1. August. Das ist nämlich der Nationalfeiertag der Schweiz. An diesem Tag vor 720 Jahren (also 1291) gabs den Rütlischwur zwischen den 3 Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden zur Gründung der Eidgenossenschaft. Das Datum und die ganze Konstellation sind zwar historisch nicht ganz unumstritten, aber gefeiert wird’s trotzdem. Nur um mal ein bisschen Allgemeinbildung zu verbreiten… Und ich dachte neulich, es wäre bald Silvester bei den ganzen Feuerwerkskörpern, die überall angepriesen werden. Nein, hier gibt’s das ganze eben schon Anfang August.


Leider gibt es kurz vor diesem freudigen Ereignis auch ein weniger erfreuliches – zumindest für die, die auf dieser (also meiner aktuellen) Seite der deutsch-schweizerischen Grenzen leben… Meine Lieblingszugereiste reist wieder zurück und wird zu meiner Lieblingsrückreisenden… oder so. Es wäre schön gewesen, mehr Zeit mit dir hier zu haben, da du eine meiner wenigen Vertrauten hier vor Ort bist, aber es wäre egoistisch, dir nur deshalb dein neues, hoffentlich ruhigeres Leben nicht zu gönnen. Ich wünsche dir nur das Beste! Und danke für die letzten zwei turbulenten Jahre! Und wie auch alle anderen meiner liebsten Zurückgelassenen hoffentlich wissen:


Wahre Freundschaft kennt keine Entfernung!

Alles Gute… für euch alle!

26.7.11 11:40


Zürich – schön und teuer

Manchmal denke ich, dass ich mich an die hohen Preise in der Schweiz gewöhnt habe. Aber als wir gestern Abend in Zürich waren… naja… ich fang mal anders an:

Mein Liebster und ich haben gestern Abend einen seiner guten alten Freunde (oder auch Kollegen – wie man hier zu Freunden sagt… was wie ich finde manchmal verwirrend ist, wenn man nicht weiß, ob man nun von „Kollegen“ oder „Arbeitskollegen“ spricht ) getroffen. In Zürich. Erster Tipp für Touristen mit dem Auto: Versucht nie – nie – mit dem Auto während des Berufsverkehrs nach Zürich rein zu fahren – egal aus welcher Richtung, die Autobahn ist voll! Wir sind dank der Insiderkenntnisse meines Lieblingsschweizers einen kleinen Umweg gefahren und sind recht gut bis rein gekommen.

Erster Schock: 4,50 CHF für eine Stunde parken (macht ca. 3,40 € ).

Zweiter Schock: 2 CHF für die Toilette im Bahnhof (sehr gepflegt, also von daher gerade noch akzeptabel – 1,50 € ).

Dritter Schock: Für drei Essen, 3 Getränke und 2 Salate haben wir ca. 120 CHF hingelegt – was glaube ich verhältnismäßig noch ok ist (ca. 90 € )…

Ok, wir sind in Zürich. Hier verdienen alle weitaus mehr und wir befinden uns immer noch in der Schweiz

Zur Verteidigung der Stadt muss ich allerdings sagen, dass sie wunderschön ist und jeden Rappen (quasi die schweizer Cent) wert ist. Wunderschöne Gebäude, der See, die Straßen, so viele verschiedene Leute und ein einmaliges Flair. Alle Sprachen von Deutsch (sowohl Hoch- als auch Schweizer- ), Englisch, Japanisch/Chinesisch, Spanisch und Französisch sowieso…

Und ich bin eine der teuersten Einkaufsmeilen Europas entlang geschlendert – die Züricher Bahnhofstrasse. Von Louis Vuitton über Bulgari, Armani, Chanel bis zur Rolex… alles… und schreckliche Leopardenleggings für satte 69 CHF (ca. 50 € )… tja, wer’s braucht

Nein, ich glaube da kommen wieder die sparsamen Ost-Gene durch. Und heute ein Zitat von Sokrates dazu:

„Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf.“

In diesem Sinne: Selbst wenn man Leopardenleggings bräuchte, gäb‘s die auch für 5 € im H&M. Und selbst dann bleiben sie hässlich

20.5.11 10:47


Schweizer Zuvorkommenheit :)

Schon wieder sind die Tage einfach so vorbei gerannt und mir sind so viele Dinge eingefallen, die ich noch berichten möchte J Zum einen das Wichtigste überhaupt… wie ich das nur vergessen konnte! Seit Anfang Mai besitze ich meinen Ausländerausweis B. Mit dem darf ich nun bis zum 31.03.2016 hier leben und „schaffen“, wie die Schweizer zu „arbeiten“ sagen. Damit bin ich nun eine legale Einwanderin und habe einen Migrationshintergrund. Na wenn das mal nicht was ist

Die Schweizer sind ja nun ein sehr höfliches Völkchen. Und sie erleichtern einem das Leben wo sie nur können. Zum Beispiel wenn man einen Strafzettel für überzogene Parkzeit bekommt: In Deutschland bekommt man ein liebloses Zettelchen mit einem Hinweis auf ein folgendes Anschreiben, dass man bei Regen in Streifen von der Scheibe ziehen darf. Hier gibt es ein kleines Plastiktütchen, in dem sich sauber und ordentlich ein Zettel mit dem Vergehen, Kennzeichen,  Uhrzeit, diversen Nummern und Daten, ein Überweisungsschein für Schweizer Franken und einer für Euro auf ein deutsches Bankkonto befinden. Und alles schon ausgefüllt. Sehr zuvorkommend  Übrigens, lieber Papa, ich habe den deutschen Überweisungsschein bereits genutzt

Auch die Bankomaten sind wirklich nett. Heute Morgen wollte ich 200 CHF abheben und da fragt der nette Automat mich doch, ob ich große oder gemischte Scheine möchte. Was für ein Service

Wie ihr seht, ich werde hier gut behandelt Und der gemeinsame Sonntag war sehr schön. Überhaupt läuft es in den letzten Tagen sehr sehr gut mit allem. Zwischen Felix und mir findet sich alles immer mehr zusammen und ich denke, dass wir das gut hinbekommen werden.

Wilhelm Busch sagte: Ausdauer wird früher oder später belohnt – meistens aber später.

Und ich sage: Besser spät als nie^^

19.5.11 09:20


1 Monat und 12 Tage...

... so lange bin ich nun schon hier. Mein letzter Eintrag liegt nun schon eine ganze Weile zurück, aber ich habe mir vorgenommen, wieder aktiver zu werden

Vielleicht sollte ich als Erstes einen kurzen Abriss meiner letzten 4 Wochen geben:

Ich war inzwischen zwei Mal zu Hause - Ostern und dann um mein frisch repariertes Auto wieder mitzunehmen - Dank an dieser Stelle an meine Privatwerkstatt und den heldenhaften Einsatz meiner Mechaniker 

Das nach Hause und wieder zurück fahren war ne komische Sache, denn irgendwie ist ja alles andersrum als vorher. Aber ich  habe die Ruhe, Entspanntheit und Nicht-Planerei genossen. Hier in der Schweiz ist ja immer etwas los und andere planen für dich mit. Naja und irgendwie wird man dann mitgezogen. Ich denke, dass das besser (für mich und mein Empfinden) wird, wenn wir eine eigene Wohnung haben und uns mehr auf "unser Ding" konzentrieren können. Und vor allem, wenn man "seins" nennen kann - Mein Bad, mein Kühlschrank, mein Sofa, mein Leben

Ich glaube, das ist auch ein grosser Punkt, um "anzukommen". Noch bin ich Gast, auch wenn ich wie eine Tochter aufgenommen wurde und man sehr für mich da ist. Es fehlt einfach der entscheidende Punkt.

Meine sportlichen Aktivitäten haben übrigens wieder nachgelassen, was aber zu erwarten war^^ Aber der Sommer ist noch lang nicht vorbei und es wird noch genug Gelegenheiten geben etwas zu tun!

Des Weiteren steht ein historischer Moment bevor: Mein erster Sonntag, der nur mir und meinem Lieblingsschweizer gehört! Wir haben natürlcih auch einen Großteil der anderen Sonntage zusammen verbracht, aber da war immer der "Hofstamm" dabei  ...Was ebenso unheimlich schön war! Ich geniesse die Zeit ungemein, aber ich denke, dass wir gerade für das noch nicht abgschlossene Aneinandergewöhnen und Ankommen solche Tage brauchen. (Den habe ich übrigens vor anderthalb Wochen angemeldet und vehement verteidigt! ... Ebenso wie unser gemeinsames Essen gestern Abend - 1 Jahr und 8 Monate - die Zeit rennt - nix Besonderes, aber wir hatten lange Zeit nicht die Gelegenheiten solche "Jubiläen" zu begehen - ich kann nur das restaurant Yien Yien in Radolfzell empfehlen - gutes Essen, Blick auf den Bodensee und guter Service - mann, ist das ne lange Klammer geworden^^)

Soviel nun erst mal dazu. In den folgenden Blogs erzähle ich dann über die Wohnungssuche und die erste Besichtigung und über alles, was mir sonst so zu meinen letzen Wochen hier einfällt.

Schönes Zitat vom Grossmeister William Shakespeare:

"Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht!" 

 

13.5.11 09:06


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